Augsburg ist die ärmste Stadt in Bayern. Ein Hauptgrund ist der anhaltende Wegfall tausender gutbezahlter Industriearbeitsplätze. Aus dem teuren München drängen immer mehr Menschen auf den Augsburger Wohnungsmarkt und werden von der aktuellen Stadtregierung sogar aktiv angeworben. Augsburg darf nicht zum Vorort von München werden! Bei den Mietsteigerungen liegt Augsburg bundesweit mit an der Spitze. Der Bestand an Sozialwohnungen sinkt seit 20 Jahren fortlaufend. Die Stadt Augsburg muss bezahlbaren Wohnraum erwerben, Wohnungen umwidmen und selbst bauen.

 

Deshalb fordert DIE LINKE:

  • jeder Mensch muss einen Anspruch auf eine beheizte Wohnung mit Stromversorgung haben
  • 20.000 zusätzliche bezahlbare Wohnungen mit einer Nettokaltmiete von 5 Euro pro Quadratmeter
  • keine Sozialwohnung darf jemals aus der Sozialbindung fallen
  • bei Bau und Ausstattung soll auf Zweckmäßigkeit und Bedarf der Bürger*innen geachtet werden
  • mindestens 50 Prozent des Bauvolumens muss verbilligter Wohnraum und sozialer Wohnraum sein – die Stadt Wien macht es vor
  • Vergabe von Bauflächen an den Anbieter, der die dauerhaft niedrigsten Mieten garantiert
  • Unterstützung anderer gemeinnütziger Akteure wie Baugenossenschaften, selbstverwalteter Wohnprojekte
  • oder sozialer Träger, um bestehende Sozialwohnungen zu sichern und neue zu erschließen
  • höhere Verdichtung der Bebauung und grundsätzliche Zulässigkeit von mindestens sechs Stockwerken
  • eine Vermittlungsstelle zwischen Mieter*innen und Vermieter*innen

 

Kapitalanleger*innen und Private investieren in Immobilien, um damit Gewinn zu erwirtschaften. Das befeuert die Preise. Deshalb fordert DIE LINKE:

  • konsequente Bekämpfung spekulativen Leerstands durch Einführung eines Leerstandskatasters sowie Geldbußen für bzw. Enteignung von Eigentümer*innen, die Wohnungen länger als ein Jahr leer stehen lassen
  • eine aktive städtische Aufforderung an Eigentümer*innen, ihre leerstehenden Gebäude durch bauliche Sicherheitsmaßnahmen vor dem Verfall zu retten
  • Bodenwertsteigerungen privater Eigentümer*innen müssen den Bürger*innen durch Abschöpfung der Gewinne zugutekommen, z. B. durch den Bau sozialer Einrichtungen unbürokratische Förderung privater alternativer Wohnprojekte und Wohngenossenschaften mit preiswerten Grundstücken, sanierungsbedürftigen Altbauten, billigen Krediten bzw. Bürgschaften
  • Durchsetzung strikter Verbote von Zweckentfremdungen von Wohnraum
  • jährliche Anpassung der Erstattung der Kosten der Unterkunft im Sinne des Sozialrechts an die reelle Wohnkostenentwicklung