Frederik Hintermayr, Foto: Ben Gross
Frederik Hintermayr, Foto: Ben Gross

Krankenhäuser und Pflegeheime stehen unter massivem Druck, die medizinische Versorgung wird rationiert, die Beschäftigten sind von Burn-Out gefährdet: Die Pflegekräfte müssen immer mehr Patient*innen in kürzerer Zeit versorgen. Insgesamt fehlen mindestens 100 000 Pflegekräfte. Es passieren mehr Unfälle und Hygienebestimmungen können unter Zeitdruck häufig nur unzureichend befolgt werden. Dass es nicht mehr dramatische Zwischenfälle gibt, liegt allein am Einsatz der Beschäftigten. Als ausgebildeter  Gesundheits- und Krankenpfleger sowie Pflegedienstleiter kenne ich die Probleme der Pfleger*innen nur zu gut: Personalmangel, zu wenig Zeit für Patient*innen und hohe Belastung. Ich kämpfe für ein solidarisches, gerechtes und barrierefreies Gesundheitssystem, in dem die Versorgung der Patient*innen im Mittelpunkt steht.

 

Gesundheit darf nicht weiter zu einem Markt verkommen, auf dem die Profite mehr zählen als die Menschen: Statt immer weiter zu privatisieren, muss Gesundheit als Teil des Sozialstaats öffentlich organisiert werden. Die Ökonomisierung des Gesundheitswesens steht nicht nur einer guten Versorgung, sondern auch guten Arbeitsbedingungen der Beschäftigten entgegen. Wir setzen auf eine solidarische Gesundheitsversicherung, in die Alle einzahlen. Die Zwei-Klassen-Medizin wollen wir überwinden.