In der aktuellen Ausgabe der "Neue SonntagsPresse" argumentiere ich in der Rubrik "PRO und CONTRA" gegen die geplante Videoüberwachung des Königsplatzes. Den Pro-Part übernimmt der Polizeipräsident Nordschwaben. Seine Argumente findet ihr hier

Frederik Hintermayr CONTRA

"Niemand bestreitet, dass Kamerabilder bei der Aufklärung von Straftaten helfen können. Videoüberwachung führt aber nachgewiesenermaßen keineswegs zu mehr Sicherheit. In Großbritannien etwa, wo an vielen Orten der öffentliche Raum fast flächendeckend überwacht ist, sind die Kriminalitätszahlen seit Einführung der Überwachung nicht gesunken. Die Überwachung mit Milliardeninvestitionen in Technik hat dort nicht zu mehr Sicherheit, sondern nur zu mehr Bespitzelung aller Menschen geführt. Die Bürgerinnen und Bürger in Augsburg haben nicht nur ein berechtigtes Bedürfnis nach Sicherheit, sondern auch ein Grundrecht auf informationelle Selbstbestimmung. Vielen Menschen ist es unangenehm, von Kameras beobachtet zu werden. Viele lehnen es ab, dass ihre persönlichen Daten gesammelt werden und möglicherweise an Dritte gelangen. Statt immer mehr Plätze mit Kameras auszustatten, muss doch das Ziel ein ganz anderes sein, nämlich dafür zu sorgen, dass Straftaten gar nicht erst verübt werden. Insbesondere auf öffentlichen Plätzen wie dem Königsplatz muss deshalb mehr Personal, das umfassend geschult und in der Lage ist, deeskalierend zu wirken, eingesetzt werden. Das brächte wirklich mehr Sicherheit!